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Am vergangenen Spieltag schnupperte das Herrenteam des FC Stern München lange an einer Sensation gegen SC DHfK Leipzig, verpasste am Ende aber dann doch einen Punktgewinn. Gegen das mit ambitionierten Tschechen und Finnen gespickte Team des FC Rennsteig Avalanche war die Favoritenrolle erneut klar verteilt, sie lag nämlich bei den offensivstarken Gästen aus dem Thüringer Wald. Doch anders als in der Vorwoche fiel diesmal der Favorit, die Aufsteiger aus München gewannen sensationell ihr Heimspiel mit 10:6 (4:3/4:2/2:1)!
Die Gäste aus Neuhaus am Rennsteig legten dank ihrer starken Offensive los wie die Feuerwehr, der frühe 0:1-Rückstand (aus Sicht des FC Stern, 4. Minute) eine logische Folge. Erste Ausrufungszeichen setzten die Ausgleichstreffer durch Philipp Kuhnert-Fischer (1:1, 8.) und Moritz Leonhardt (2:2, 11.). Ein Doppelschlag durch Johannes Grimm (14.) und Sebastian Loy (15.) zum 4:2 zeigte Wirkung bei den Gästen. Und diese Führung gaben die Herren um Kapitän Christian Graus bis zum Ende nicht mehr her, trotz weiterer Gegentore und einiger Drangphasen der Rennsteiger. Die Münchner hielten bravourös dagegen, blockten unzählige Schüsse und agierten selbst forsch im Konter, sodass sie sich ihrerseits immer wieder gute Chancen erspielten und diese eiskalt ausnutzten: Moritz Leonhardt ließ drei weitere Treffer folgen (7:4/8:5/10:6), Moritz Fischer (5:3), Ole Neitz (9:6) und Youngster Jonatan Förster (6:3) mit seinem Premierentor bei den Herren trugen sich ebenfalls in die Torschützenliste ein. Trotz der zehn erzielten Tore war der Matchwinner jedoch ein anderer: Stern-Goalie Simon Büschges! Egal ob mit Finger- oder Fußspitze, Brustpanzer oder Helm, er brachte immer noch etwas an den Ball, um diesen um den Pfosten oder über die Latte zu lenken. Mit zahllosen Saves hielt er die drei „big points“ für sein Team fest und sorgte so für die Sensation an diesem Spieltag.
„Gleich im ersten Drittel ging es mit Vollgas los, Schuss um Schuss kam von Rennsteig, dann das Tor. Ich habe nach dem Tor das erste Mal auf die Uhr geschaut und konnte nicht glauben, dass wir erst vier Minuten spielen“, schildert der überragend haltende Torhüter Simon Büschges seine Eindrücke von der Partie, „der Druck hat das ganze Spiel nicht abgenommen, aber dank geschickter Konter konnten wir den Druck nutzen, um frei aufs Tor zu ziehen. (…) Ich freue mich sehr auf unser nächstes Spiel gegen Rennsteig, denn es sind genau diese Gegner, an denen wir als Mannschaft wachsen können.“
Über sich hinauswachsen müssen die Stern-Herren auch nochmal am 4. Adventswochenende, wenn sie auswärts auf USV Halle Saalebiber  (Samstag, 22. Dezember) und Donau-Floorball Ingolstadt / Nordheim (Sonntag, 23. Dezember) treffen und dort punkten wollen. Allein schon das Programm ist straff: Rund sechszehneinhalb Stunden liegen zwischen den beiden Spielen, in denen die Weiterreise mit rund 350 Kilometer im Weihnachtsferienverkehr gen Süden sowie Spielnach- und -vorbereitung zu absolvieren sind. Zeit für Regeneration: Fehlanzeige! Zeit für Besinnlichkeit: Nicht beim oberbayerischen Derby! In diesem Sinne gilt es, als Mannschaft noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und sich selbst hoffentlich mit Punkt(en) zu beschenken!
Text: Christian Graus