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Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wollte die Herren-Mannschaft des FC Stern München beim Auswärtsspiel in Dresden endlich wieder das Ruder herumreißen und bei dem erstarkten direkten Konkurrenten auf die Siegerstraße zurückkehren. Doch daraus wurde nichts: Nach 60 Minuten unterlagen die Münchner mit 2:8 (1:2/1:2/0:4) und mussten sich mit leeren Händen auf den langen Heimweg machen.

Konnte man bei dem 5:15 gegen den Aufstiegsfavoriten TV Schriesheim noch von einer „eingeplanten“ Niederlage sprechen, so war die Pleite im 6-Punkte-Spiel gegen die Unihockey Igels Dresden alles andere als erwartet. Die Stern-Herren gerieten nach einem schlechten Start erneut früh mit 0:2 in Rückstand. Mit Christian Lindquists Anschlusstreffer per Rückhand zum 1:2 (16. Minute, ohne Assist) schienen sie nun das Gaspedal gefunden zu haben, um das Spiel zu drehen. Vielversprechende Torgelegenheiten zum Ausgleich waren da, doch die Schüsse fanden nicht den Weg ins Dresdner Tor. Diese bessere Phase wurde erst durch die Drittelpause, dann durch die Gegentreffer zum 1:3 und 1:4 gebremst. Nach zwei Lattentreffern und einem (zu Recht) wegen Schutzraum aberkannten Treffers der Stern-Herren ließ Moritz Leonhardt mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck zum 2:4 (33., ohne Assist) wieder Hoffnung aufkeimen. Eine mangelnde Chancenauswertung der Münchner sowie aufopferungsvoll arbeitende Defensive der Dresdner machte aber weitere Treffer des Aufsteigers aus Bayern zunichte. Ein Doppelschlag der Igels in der 47. Spielminute machte dann den Sack zu, zwei weitere Gegentreffer stellten schließlich den 2:8- Endstand her.

„Es wäre gelogen, nach dieser Niederlage bei einem direkten Konkurrenten von keinem Rückschlag zu sprechen. Nichtsdestotrotz haben wir es weiter in der eigenen Hand, uns aus der gefährlichen Tabellenregion zu befreien. Dazu müssen wir aber in der Defensive wieder besser arbeiten und vor allem in der Offensive unsere Torchancen nutzen. Mit zwei erzielten Toren gewinnt man kein Spiel“, resümierte Kapitän Christian Graus die nun vierte Niederlage in Folge. Diese Serie möchten die Stern-Herren nun endlich am kommenden Wochenende stoppen, am besten gleich im Heimspiel am Samstag (26. Januar, 18 Uhr) gegen die USV Halle Saalebiber. Gelingt ihnen in eigener Halle in der Messestadt Ost tatsächlich die Revanche für die unglückliche 6:9-Niederlage vor Weihnachten, wäre das auch der perfekte Rahmen für das 100. Großfeld-Punktspiel des Aufsteigers. Dafür braucht es allerdings eine klare Leistungssteigerung gegen den Tabellendritten aus Halle. Am Sonntag dürfen die Münchner dann gleich wieder ins Auto steigen und nach Neuhaus am Rennweg fahren, wo sie auf den FC Rennsteig Avalanche treffen. Hier wollen die Stern-Herren dann endlich den ersten Auswärtssieg in der Bundesliga einfahren…

Text: Christian Graus