This post was originally published on this site

Die letztwöchige Lehrstunde gegen Schriesheim schien bei den Herren des FC Stern gefruchtet zu haben: Nach zwei souveränen und einem turbulenten Drittel gegen die Unihockey Igels Dresden stand der erste Sieg in der zweiten Bundesliga für den Aufsteiger fest: 9:6 (3:1/2:0/4:5).

Die Münchner begannen konzentriert und geduldig gegen die zunächst tief stehenden Gäste aus Dresden. Nach siebeneinhalb Minuten brach Sören Krieger per Fernschuss zum 1:0 den Bann. Ein Doppelschlag fünf Minuten später durch Jann Zurbuchen und Moritz Leonhardt (13. Minute) bedeutete zunächst eine klare 3:0-Führung, ehe die Gäste ihren ersten Treffer erzielen konnten (16.). Im zweiten Spielabschnitt gab es vielversprechende Torchancen auf beiden Seiten, doch Stern-Goalie Simon Büschges ließ mit starken Paraden keinen Gegentreffer zu. Die Münchner nutzten ihrerseits die Gelegenheiten konsequenter, Federico Vanoni (22.) und Johannes Grimm (31.) schraubten das Ergebnis auf 5:1 hoch. Das Schlussdrittel hatte es dann in sich: Die Zweikämpfe wurden intensiver, die Tore fielen wie reife Früchte von den Bäumen. Mit Moritz Leonhardts Treffer zum 6:1 (41.) schien die Partie entschieden. Die Elbstädter zeigten jedoch Moral, gaben nicht auf und verkürzten immer wieder den Spielstand, auch wenn erneut Moritz Leonhardt (7:2, 46.) und Federico Vanoni (8:3, 47.) nachlegten. Johannes Grimms Treffer zum 9:4 vier Minuten vor Spielende besiegelte endgültig den Heimsieg. Der Dresdner Doppelschlag binnen 13 Sekunden (58.) zum 9:6-Endstand hatte letztendlich nur ergebniskosmetischen, aber doch mahnenden Wert, ehe die letzten Sekunden lautstark heruntergezählt und die ersten drei Punkte in der Zweiten Bundesliga gefeiert wurden.

„Ich freue mich riesig für meine Jungs, dass wir bereits im zweiten Spiel den ersten Sieg einfahren  konnten. Im letzten Drittel haben wir es trotz hoher Führung unnötig spannend gemacht. In einigen Situationen müssen wir in Zukunft besser und cleverer agieren“, resümierte Kapitän Christian Graus die Partie, der wie Kevin Pluch verletzungsbedingt pausieren musste.

Ob die Stern-Herren die geforderte Cleverness bereits im nächsten Heimspiel am kommenden Samstag (29. September 2018, 15:30 Uhr) umsetzen und zeigen können? Mit dem SC Siemensstadt Berlin gastiert ausnahmsweise ein bekanntes Team in der „ALS 3“. Die Berliner verweigerten den Münchnern im vergangenen Mai die Regionalligameisterschaft und damit den direkten Aufstieg. Diese Scharte der 4:7-Niederlage möchten die Jungs um (Spieler-) Trainer Jannik Wahl mit einem Heimsieg auswetzen und so gleich die nächsten wichtigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren.

Text: CG