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Nach zuletzt fünf Niederlagen am Stück (mit 16:49 Toren) war die Erleichterung bei Spielern und Fans der Floorball-Herren des FC Stern riesengroß, als Christian Lindquist in der 66. Spielminute den Lochball perfekt traf und ihn ins Kreuzeck zum 7:6-Sieg nach Verlängerung (2:0/1:2/3:4/1:0) gegen den UHC Döbeln 06 hämmerte!

Es war aus Münchner Sicht das dringend benötigte Happy-End in einer tempo- und abwechslungsreichen Partie mit vielen Torchancen für Gastgeber und Gäste gleichermaßen. Die anwesenden Zuschauer werden ihr Kommen nicht bereut haben, denn ab der ersten Spielminute standen die Torhüter im Mittelpunkt. Simon Iser im Stern-Tor verhinderte mehrmals einen frühen Rückstand, aber auch Döbelns Goalie konnte sich nicht über mangelnde Beschäftigung beschweren. Erst kurz vor der ersten Drittelpause fielen in dem trotzdem unterhaltsamen Match die ersten beiden Treffer: Moritz Leonhardt traf im Powerplay ins Kreuzeck zum 1:0 (19. Minute, Assist: Sören Krieger), Philip Claudius erhöhte nur 14 Sekunden später auf 2:0 (20., Assist: Sören Krieger). Es war die erste Führung der Stern-Herren seit nunmehr vier Spielen – und die tat ihnen gut. In einem Konter erzielte Moritz Leonhardt das 3:0 (27.) und Kapitän Christian Graus hatte sogar zur „Halbzeit“ noch das 4:0 auf dem Schläger, schoss aber am leeren Tor vorbei. Ein Fehlpass im Stern-Aufbau leitete das 3:1 (33.) – und damit die Aufholjagd – der Gäste aus Döbeln ein. Bis zur zweiten Drittelpause verkürzten die Sachsen auf 3:2 (37.), unmittelbar nach der Pause fiel der 3:3-Ausgleich (41.). Ab hier entwickelte sich ein Floorball-Krimi: Moritz Fischer traf nach einer Einzelleistung zum 4:3 (42.), ehe die Gäste wieder ausglichen (45.). Als Federico Vanoni (46.) und Johannes Grimm (50.) die Münchner wieder mit zwei Toren zum 6:4 in Front brachten, schien das Pendel zugunsten der Gastgeber auszuschlagen. Doch erneut kämpften sich die Döbelner – auch dank eines Münchner Eigentores – zurück und kamen zum Ausgleich (55.). Eine (berechtigte) Strafzeit der Stern-Herren 93 Sekunden vor Ende hätte sie beinahe um das Remis gebracht, doch mit vereinten Kräften und nochmals guten Paraden von Simon Iser überstanden sie diese Unterzahl. In der Overtime hatte erst Stürmer Ole Neitz per Strafschuss die Chance auf den Siegtreffer, scheiterte aber an Döbelns glänzend aufgelegten Schlussmann. Und dann kam eben die perfekte Direktabnahme von Christian Lindquist…

„Leider haben wir – auch dank meiner vergebenen Megachance – die Gäste wieder ins Spiel kommen lassen und so einen Punkt liegen lassen. Auf der anderen Seite hätten wir mit der unnötigen Strafzeit zum Schluss auch mit leeren Händen dastehen können. Insofern sind die zwei Punkte besser als nichts“, analysiert Kapitän Christian Graus den Erfolg und blickt nach vorne: „Mit dem Sieg hoffe ich, dass wir jetzt die Talsohle durchschritten haben und speziell im Auswärtsspiel gegen den direkten Konkurrenten Berlin unser Potenzial abrufen und den nötigen „Dreier“ holen!“

Text: Christian Graus