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Wieder Berlin, wieder Rückständen hinterhergelaufen, wieder verloren – so lässt sich das Heimspiel gegen Mitaufsteiger SC Siemensstadt Berlin knapp zusammenfassen. 3:4 (0:1/0:2/3:1) lautete das Endergebnis nach Spielende, wieder durften die Gäste feiern. Für die Herrenmannschaft des FC Stern war es eine bittere Niederlage, wollte man doch nicht nur die erlittene Regionalligameisterschaftsfinalniederlage (4:7) vergessen machen, sondern auch gleich weitere Punkte für den Klassenerhalt sammeln.

Nach einem kontrollierten Beginn gingen – wie schon damals – die Gäste aus Berlin in Führung (7. Minute). Für die Sternler war dies zunächst kein Grund zur Panik, geduldig hielten sie an ihrem Matchplan fest und erspielten sich einige Torchancen, scheiterten aber immer wieder an Berlins starkem Torhüter. Als die Gäste ihre Führung ausbauten (0:2, 23. Minute) und dann noch ein 5:3-Powerplay zugesprochen bekamen, begannen die Alarmglocken jedoch laut zu schrillen. Mit Bravour und tollen Paraden von Stern-Goalie Simon Büschges überstanden sie diese brenzlige Situation und drängten in der Folge auf den wichtigen Anschlusstreffer. Alle Münchner Abschlüsse fanden jedoch weiterhin ihren Meister in Berlins Schlussmann Maximilian Lange. Stattdessen fiel kurz vor der Pause das 0:3 (39.). Die Kabinenansprache schien allerdings gewirkt zu haben – oder war es der Mut der Verzweiflung -, denn binnen zwei Minuten brachte Johannes Grimms Doppelschlag die Gastgeber wieder auf 2:3 heran (41./42.). Die Münchner hatten nun beste Chancen auf den Ausgleich, Kapitän Christian Graus traf nur den Pfosten. Das zwischenzeitliche 2:4 (48.) konterte wenig später Sören Krieger mit dem erneuten 3:4-Anschlusstreffer (50.). Doch trotz eines unermüdlichen Sturmlaufs und lautstarker Anfeuerung von den Rängen fand der Lochball keinen Weg mehr ins Berliner Tor.

 „Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie wir uns nach zwei Dritteln, die nicht für uns gelaufen sind, trotzdem reingehauen haben und fast dafür belohnt wurden. Leider haben wir heute wichtige Punkte verloren, aber das „Wie“ stimmt mich positiv, dass wir mit der gezeigten Leistung in Zukunft wieder erfolgreich sein werden“, so Verteidiger Florian Felke.

Am kommenden Sonntag (7. Oktober 2018, 13 Uhr) geht es ausnahmsweise nicht um Punkte für die Liga, sondern ums Weiterkommen im Floorball-Deutschland-Pokal. Auswärts treffen die Stern-Herren in der zweiten Cup-Runde auf Donau-Floorball Ingolstadt/Nordheim. Bereits damals in der Regionalliga stand dieses Derby für hitzige Begegnungen – dies dürfte auch diesmal nicht anders werden. Schließlich möchten beide Teams sich nicht nur sich für die nächste Pokalrunde qualifizieren, sondern auch gegenüber dem Ligakonkurrenten erste Zeichen setzen…

Text: Christian Graus