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FC Stern München gegen SC DHfK Leipzig – das war ein Duell der Gegensätze: Aufsteiger gegen ambitioniertes Topteam, welches sogar Erstligaabsteiger Schriesheim bezwungen hatte. Insofern war die Favoritenrolle klar verteilt, auch wenn die Sachsen nur mit neun Feldspielern und mit einem Spiel aam Vortag in den Knochen anreisten.
Nichtsdestotrotz war für die Münchner um den verletzten Spielertrainer Jannik Wahl das Ziel formuliert worden: Den Gegner ärgern und punkten. 50 Minuten lang ging der Plan auf und die Stern-Herren schnupperten tatsächlich an einem Punktgewinn, der durchaus einer Sensation gleichgekommen wäre. 2:3 stand es nämlich zu diesem Zeitpunkt, am Ende stand dann ein 2:6 (1:1/1:1/0:4) zu Buche.
In den ersten 50 Minuten standen die Münchner sehr tief, um den das Spiel kontrollierenden Leipzigern wenig Räume zu bieten. Natürlich gelangen den talentierten Sachsen auch gegen diesen Abwehrriegel einige schöne Spielzüge, doch Simon Iser im Tor der Münchner bewahrte mit vielen starken Saves sein Team vor einem höheren Rückstand.  Im Angriff fehlte den Stern-Herren jedoch die nötige Durchschlagskraft, um tatsächlich die Sensation zu schaffen.  Nur Philipp Kuhnert-Fischer konnte sich mit seinen beiden Ausgleichstreffern zum 1:1 (16. Minute) und 2:2 (35.) in die Torjägerliste eintragen. Bei verbleibenden zehn Spielminuten und jenem 2:3- Rückstand mussten die Stern-Herren schließlich ihre defensive Grundausrichtung aufgeben – und wurden mit drei weiteren
Treffern ausgekontert.
„Wir haben ein super Spiel bestritten und eine taktische und kämpferische super Leistung gezeigt“, so Doppeltorschütze Philipp Kuhnert-Fischer, „wir haben zweimal nach einem Rückstand wieder ausgeglichen – das zeigt die klasse Moral der Mannschaft. Leider haben wir in den entscheidenden Situationen Schwächen im Abschluss gezeigt und konnten das Momentum nach dem 2:2 nicht für uns nutzen.“
Nächster Gegner ist der FC Rennsteig Avalanche. Vor zwei Jahren stiegen die Thüringer durch einen Sieg im Duell gegen die Stern-Herren auf, seitdem finden sie sich dank zahlreicher starker Tschechen in den oberen Gefilden der Tabelle wieder. Am vergangenen Wochenende zeigten sie ihre Offensivpower mit 31 Toren in zwei Partien, kassierten aber auch 16 Gegentore gegen Dresden und Döbeln, die beide mit dem FC Stern um den Klassenerhalt kämpfen. Damit ist die Marschroute für die Münchner im Heimspiel am 17. November 2018 (Spielbeginn: 18 Uhr) klar: Die Avalanche-Offensive muss gestoppt werden, ansonsten überrollt sie den Gegner.
Text: Christian Graus